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Moderne Data & Analytics-Vorhaben fordern Cloud-Basis-Know-how beim Kunden

Erstellt am: Donnerstag, 13. Mai 2021 von Monika Düsterhöft

Die Cloud bietet umfassende Vorteile für BI und Advanced Analytics

Die Cloud gewinnt immer mehr an Bedeutung. Nicht nur als Möglichkeit für den generellen Aufbau von IT-Architekturen und Business-Modellen, sondern auch ganz konkret bei der Umsetzung von BI- und Advanced-Analytics-Projekten. Denn die Cloud bietet viele unschlagbare Vorteile. Diese liegen zum einen im Bereich der Kostenersparnis und Kostenkontrolle: Bezahlt wird nur, was tatsächlich an Leistung verbraucht wird, die Abrechnung erfolgt nach dem “Pay as you go”-Prinzip, es fallen keine Vorabkosten an und Investitionsausgaben für längerfristige Anlagegüter (CapEx) werden reduziert.

Zum anderen – und dies ist auch besonders für die Abbildung von Advanced-Analytics-Szenarien interessant – erlauben Cloud-Architekturen eine bedarfsgerechte Skalierung und damit die schnelle Bereitstellung passgenauer Infrastrukturen. Dank tiefer Integration in DevOps-Prozesse lassen sich zudem Entwicklungszyklen verkürzen, darüber hinaus können robuste Architekturen mit zum Beispiel Redundanzen in mehreren Regionen und Rechenzentren auf einfache Art und Weise sowie mit äußerst überschaubarem Administrationsaufwand realisiert werden. Zunehmend mehr Unternehmen erkennen diese Vorteile und sehen, was mit Cloud-Architekturen gerade auch für BI- und Analytics-Vorhaben möglich ist.

Die Stimmung ist positiv, birgt jedoch auch Herausforderungen 

Wir bei QUNIS erleben es täglich in unseren Projekten. So gut wie all unsere Kunden haben sich bereits mit dem Thema Cloud beschäftigt – und sei es nur gedanklich. Sie sind offener denn je für den Einsatz der neuen Technologien und Use Cases, bei denen Big Data oder Streaming Data in die Analysen miteinbezogen werden, sind in der Zwischenzeit zur Realität geworden. Hinzu kommt, dass BI- und Analytics-Projekte oftmals aufgrund ihrer Spezifika als „Leuchtturm“-Initiativen gelten. Und nicht selten handelt es sich dabei auch um das erste Projekt im Unternehmen, das ganz bewusst in der Cloud umgesetzt werden soll.

Eine Herausforderung, die sich daraus ergibt und die wir aktuell beobachten: Fragen zum Cloud-Konzept und damit zu Aspekten wie Networking, Monitoring, Deployment, Governance und Compliance, aber auch zur Technologie selbst, werden in BI- und Analytics-Projekten oft zum allerersten Mal gestellt und müssen erst grundlegend geklärt werden. Ein großer Teil der Projektaufwände entfällt also auf Themen, die nicht Kern des eigentlichen Projektes sind. Und Aspekte wie Cloud-Einarbeitung, -Know-how-Transfer und -Konzept-Erstellung wirken sich bemerkbar auf Timeline, Budget und Qualität des eigentlichen Projektes aus, da sich  „Nebenkriegsschauplätze“ ausbilden, die nicht originär mit den fachlichen Anforderungen in Zusammenhang stehen.

Wir versorgen Projekt-Teams mit notwendigem Cloud-Know-how

Die Erkenntnis, dass das notwendige Cloud-Basis-Know-how in Unternehmen oft nicht ausreichend vorhanden ist, aber für die zielgerichtete Umsetzung von BI- und Analytics-Projekten immer essenzieller und dringender notwendig wird, hat uns dazu bewogen, ein entsprechend fokussiertes Schulungsprogramm zu entwickeln:

Mit der dreitägigen und aus sechs Modulen bestehenden Schulung „Modern Data Management & Analytics on Microsoft Azure“ wollen wir Unternehmen, die eine Lösung in der Cloud planen, dabei unterstützen, sich das geforderte Cloud-Know-how bereits vor Projektbeginn anzueignen. Zugleich regen wir im Rahmen der Schulung dazu an, sich Gedanken über den Cloud-Reifegrad des eigenen Unternehmens zu machen. So möchten wir unsere Teilnehmer dazu befähigen, die notwendigen Themen zu identifizieren und intern zu adressieren.

Denn eine moderne, ganzheitliche BI-Lösung in der Cloud besteht aus deutlich mehr Komponenten als ein klassisches Data Warehouse (DWH) On-Premise. Die Auswahl der richtigen Komponenten und der Aufbau einer ganzheitlichen Architektur stellen dabei eine besondere Herausforderung dar. In unserer Schulung stellen wir dafür Azure-Komponenten aus verschiedenen Bereichen vor, vergleichen ähnliche Angebote miteinander und ordnen die einzelnen Komponenten den diversen Bereichen einer BI-Lösung zu.

Facettenreiche Schulungsinhalte geben fundierten Überblick zu Azure

Im Rahmen der Schulung gehen wir auf Komponenten für eine relationale DWH-Architektur in der Cloud genauso ein wie auf die Komponenten für Big-Data- und Streaming-Use-Cases und zeigen auf, wie sie in eine klassische DWH-Architektur integriert werden können, um diese sinnvoll zu ergänzen.

Wir befassen uns einerseits mit Möglichkeiten des „Lift & Shift“, bei denen bestehende Applikationen und Pipelines direkt in die Cloud übertragen werden können. Andererseits diskutieren wir auch Cloud-optimierte, also „Cloud-Optimized“-Konzepte, die verstärkt Cloud-native Funktionen wie “Serverless Computing“ und „Platform as a Service“ verwenden. Teilnehmer erhalten eine Übersicht der skalierbaren Cloud-Komponenten zur Umsetzung des Modern DWH in Azure. Die Schwerpunkte liegen auf

  • Extraktion und Datenflusssteuerung (Azure Data Factory, Event Hub – Kafka der Cloud)
  • Transformation und Compute (Azure Databricks – Apache Spark, Azure Functions – Serverless Computing, “Code First”, Azure Logic Apps – Serveless Computing, “Design First”, Azure SSIS integration runtime)
  • Speicherung und Storage (Blob und File-Storage, Azure Data Lake Storage Gen2, Azure Synapse Analytics)
  • Analyse und Bereitstellung der Daten (Polybase – „Logical Data Warehouse“) und Azure Analysis Services (Power BI).

Reine Data-Science-Anforderungen und -Projekte lassen sich zudem in jeder Größenordnung sehr gut und auch vollständig in der Cloud abbilden. Gerade die einfache und bedarfsgenaue Skalierbarkeit von Rechnerressourcen ist dabei ein immenser Vorteil gegenüber einer On-Premise-Lösung. In unserer Schulung stellen wir die verschiedenen Möglichkeiten zur Durchführung von Advanced-Analytics-Use-Cases vor.

  • So erlaubt die umfassende grafische Analytics-Umgebung „Azure Machine Learning Studio“, komplexeste Algorithmen vollständig ohne eigene Programmierung zur Anwendung zu bringen. Die gute Integration der mächtigen und skalierbaren Databricks-Umgebung ermöglicht es, analytische Modelle auf Big Data mit Apache Spark anzuwenden. Deshalb wird das System oft als Schweizer Taschenmesser der Big-Data-Datenverarbeitung bezeichnet.
  • Bei Apache Spark handelt es sich um ein einheitliches In-Memory-Big-Data-System, das bestens für die performante und parallele Verarbeitung von enormen Datenmengen geeignet ist. Apache Spark verarbeitet die Daten im Arbeitsspeicher und versucht das Schreiben auf eine Festplatte zu vermeiden. Databricks basiert auf den in Apache Spark verfügbaren Funktionen und übernimmt die komplette Verwaltung des Spark-Clusters.
  • Daneben lernen Sie die „Cognitive Services“ kennen mit fertig trainierten Anwendungen von Bild- über Sprach- oder Formularerkennung, die als Komponente in Ihre Use-Cases integriert werden können. Und wir stellen Ihnen die vorkonfigurierte „Data Science Virtual Machine“ bereit als Allzweckwerkzeug für eine kurzfristig verfügbare Entwicklungsumgebung.

Auch für die Operationalisierung von Use-Cases bietet Ihnen die Cloud vielfältige Möglichkeiten, um mit bereits geringem Konfigurationsaufwand zum produktiven Setup zu gelangen ¬– egal, ob Sie trainierte Modelle als Pipeline im Azure Machine Learning Studio anwenden und per API bereitstellen oder eigene containerbasierte Anwendungen im Kubernetes Cluster orchestrieren.

Kompaktes Wissen und Use Cases aus der Praxis

Mit dem QUNIS-Schulungsangebot „Modern Data Management & Analytics on Microsoft Azure“ ist es unser Ziel, unsere Teilnehmer bestmöglich auf die ersten Schritte mit der Cloud-Technologie Microsoft Azure im eigenen Unternehmen vorzubereiten. Wir veranschaulichen alle Themen durch Use Cases aus der Praxis und vermitteln in Live-Demos einen tieferen Einblick in die verschiedenen Technologien.

Nach der Schulung sind Sie ausgestattet mit einer breiten Wissensgrundlage und fähig, fundierte Cloud-Entscheidungen für Ihr Projekt treffen.

Mein Tipp: Hier finden Sie eine detaillierte Beschreibung der Schulung und aktuelle Termine. Sollten Sie eine individuelle Schulung für Ihr Unternehmen wünschen, sprechen Sie uns einfach an, wir beraten Sie gerne und unterbreiten Ihnen ein entsprechend auf Ihre Bedarfe zugeschnittenes Angebot. KONTAKT

Data Science mit der Microsoft Azure Cortana Intelligence Suite

Erstellt am: Donnerstag, 1. Juni 2017 von Sascha
Kaum eine Business-Nachricht heutzutage ohne die Schlagworte Künstliche Intelligenz, Big Data, Advanced Analytics, Machine Learning. Es heißt, die Geschäftswelt wird sich schon bald komplett ändern – und tatsächlich hat die Zukunft bereits begonnen. Erst kürzlich verkündete Microsoft der Welt seine Vision und sein Credo, künstliche Intelligenz zu demokratisieren, damit jeder von ihr nicht nur profitieren kann, sondern auch soll. Spätestens jetzt sollte man sich als Unternehmer oder als Teil eines Unternehmens Gedanken machen, wie er an dieser gleichermaßen faszinierenden wie auch ein wenig erschreckenden neuen Welt nicht nur teilhaben kann, sondern auch wird.

 

Aber wie? Eine nähere Betrachtung des Themas zeigt schnell, dass es vor allem auf Use Cases ankommt, die sich ein Unternehmen überlegen und die es definieren muss. Ebenso muss das Ziel einer Big Data-Initiative klar sein, und damit auch, was man durch entsprechende Anwendungen prognostizieren und damit erreichen will. Daran anschließend drängen sich weitere Fragen auf: Wie kann ich mein Big Data- oder Advanced Analytics-Vorhaben in die Tat umsetzen? Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein? Wie groß sind die Hürden für eine Umsetzung? Statt nur zu vermuten, was die Kunden über meine Produkte denken, will ich es wissen! Ich will präzise Voraussagen treffen können, ob und wann meine Kunden Interesse entwickeln oder wann ich Gefahr laufe, sie zu verlieren. Dies gelingt umso besser, je mehr möglicherweise kundenrelevante Informationen einbezogen werden können, beispielsweise aus den sozialen Medien oder aus Nachrichten-Feeds. Diese wertvollen Informationen will ich sodann mit meinen vorliegenden Geschäftsergebnissen „verheiraten“, um auf dieser Datenbasis fundierte und zuverlässige Geschäftsentscheidungen treffen zu können. 

 

Erfahrung mit der Microsoft Azure Cortana Intelligence Suite

Kann diesbezüglich Microsoft sein Versprechen halten? Sind die Komponenten der Microsoft Azure „Cortana Intelligence Suite“ wirklich geeignet, um Big Data-Vorhaben umzusetzen? Zunächst einmal ist das Angebot des Herstellers Cloud-basierend und komplett für den Nutzer administriert, d.h. man benötigt keine eigene Hardware oder Mitarbeiter, sondern nutzt vollständig verwaltete Dienste. Ferner lassen sich mit Hilfe der neuen „Azure Logik Apps“ auch die genannten sozialen Medien problemlos anzapfen, und das ganz ohne zusätzlichen Programmieraufwand. Einfach ist in der Praxis auch die Analyse des daraus entstandenen Datenstroms, etwa um Trends zu erkennen. So kann man beispielsweise für eine Stimmungsanalyse das „Text Analytics API“ –  ein Baustein der sogenannten Cognitive Services – verwenden, mit dessen Hilfe sich auch Schlüsselbegriffe aus dem Text ermitteln lassen. Und dies ist nur eine Option von vielen auf Machine Learning basierenden Bausteinen aus dem Microsoft-Angebot.

Werkzeuge für den Data Scientist

Für die Arbeit als Data Scientist findet sich das „Azure Machine Learning Studio“, eine sehr komfortable und benutzerfreundliche Anwendung, die sämtliche Schritte des Data-Science-Prozess per Drag & drop komponieren hilft. Neben vielen Methoden zur Unterstützung der Datenvorbereitung, bietet Azure ML Out of the box auch alle gängigen Machine-Learning-Modelle aus den Gebieten „Supervised“ sowie „Unsupervised Learning“ – von einfachen Classification-Modellen über Neuronale Netzwerke bis hin zum K-Means Clustering. Bereits vorhandene, in R oder Python entwickelten Scripts oder präferierten Modelle kann der Data Scientist ebenfalls einfach integrieren.
Flexibilität bietet Microsoft auch bei der Speicherung des Datenstroms plus Analyseergebnisse. Eine Option ist die Ablage in einem schier unbegrenzten Data-Lake-Speicher, auf dem der Anwender mit Hilfe der „Data Lake Analytics“ und U-SQL weitere Analysen vornehmen kann. Gleichfalls möglich ist eine Speicherung strukturierter Daten in einer Azure SQL-Datenbank oder einem Datawarehouse oder es lassen sich Daten auch direkt für den Endanwender interaktiv visualisiert per „Power BI“ bereitstellen.

Der Weg in die schöne neue Welt ist also keineswegs erschreckend schwierig, sondern mit einem Schritt ist man schon heute mitten drin! Dabei stellen die genannten Möglichkeiten nur ein Bruchteil dessen dar, was mit der „Azure Cortana Intelligence Suite“ bereits heute möglich ist. Für perfekt passende Szenarien sind der Fantasie dabei keine Grenzen gesetzt. Die Experten von QUNIS stehen Ihnen dabei mit Rat und Tat zur Seite! Sei es durch ein kostenfreies Advanced-Analytics-Webinar oder im Rahmen eines Big-Data-Workshops. Wir können Ihnen in jedem Fall dabei helfen, unternehmensspezifische Business Cases zu identifizieren, ein passendes Szenario mit Ihnen abzustimmen und dieses nachfolgend im Rahmen eines Proof of Concept auch gleich zu verproben.

Weitere Beiträge zur Nutzung von Big Data und Advanced Analytics finden Sie auf unserem Blog der Bigdata Factory!