QUNIS GmbH
Datensouveränität entscheidet über Ihre strategische Handlungsfähigkeit
Datensouveränität entsteht nicht zufällig
Datensouveränität ist in vielen Unternehmen noch immer ein abstrakter Begriff. In der Praxis wird sie häufig reduziert auf Datenschutz, Compliance oder Cloud-Standorte. Doch diese Perspektive greift zu kurz.
Datensouveränität ist kein juristisches Detail und auch kein reines Architekturthema. Sie ist eine strategische Frage der unternehmerischen Handlungsfähigkeit. Gerade in geopolitisch unruhigen Zeiten, mit zunehmender regulatorischer Dichte und wachsender Abhängigkeit von Hyperscalern, wird aus einem technischen Setup eine strukturelle Weichenstellung.
Wissen Sie, wo Ihre geschäftskritischen Daten liegen? Und noch wichtiger: Könnten Sie den Anbieter wechseln, wenn Sie müssten? Wer seine Datenarchitektur heute falsch aufsetzt, limitiert seine Optionen von morgen.
Steffen Vierkorn
Gründer und Geschäftsführer
QUNIS
Hier entscheidet sich Ihre Handlungsfähigkeit
Datensouveränität wird nicht in PowerPoint definiert. Sie zeigt sich in Architekturentscheidungen, Speicherstrategien und Organisationsstrukturen. In unserer Praxis beobachten wir drei Ebenen, auf denen sich echte Souveränität messen lässt.
Souveränität beginnt in der Architektur
Datensouveränität beginnt mit dem Architektur-Design und der Frage: Wie offen ist mein Fundament wirklich? Viele Unternehmen betreiben inzwischen moderne Data-Lakehouse-Architekturen. Doch nicht jedes Data Lakehouse ist automatisch offen. Die entscheidende Frage lautet: Kommen Sie an Ihre Daten und Ihre Logik wieder heran – technologisch, wirtschaftlich und zeitlich vertretbar? Ein Open Data Lakehouse setzt hier bewusst auf technologische Offenheit, modulare Architekturprinzipien und Interoperabilität. Daten liegen in offenen Formaten vor. Transformationen sind nicht untrennbar mit einer proprietären Engine verbunden. Compute und Storage sind entkoppelt.
Was wie ein technisches Detail wirkt, ist in Wahrheit eine strategische Weichenstellung. Denn Vendor Lock-in entsteht nicht durch Verträge, sondern durch Architekturentscheidungen. Wer heute ausschließlich auf proprietäre Services setzt, schafft Abhängigkeiten, die sich später kaum auflösen lassen. Und auch Multi-Cloud bedeutet nicht automatisch Portabilität. Mehrere Anbieter zu nutzen ist nicht dasselbe wie austauschbar zu sein.
Wer seine Daten nicht verorten kann, improvisiert
Die Frage „Wo liegen unsere Daten?“ sollten Sie äußerst präzise beantworten können. In vielen Organisationen ist das jedoch nicht der Fall. Gerade bei global agierenden Unternehmen treffen unterschiedliche Rechtsräume, Datenschutzanforderungen und operative Realitäten aufeinander. Werk in Asien, Vertrieb in den USA, Headquarters in Europa – Datenarchitekturen lassen sich hier nicht nach Schema F aufsetzen. Nicht entscheidend ist, ob Daten in Deutschland, Europa oder global verteilt liegen. Maßgeblich ist, ob es eine dokumentierte Strategie gibt:
- Welche Daten sind geschäftskritisch?
- Wo sind sie physisch gespeichert?
- Unterliegen sie besonderen regulatorischen Anforderungen?
- Welche Abhängigkeiten bestehen zu einzelnen Cloud-Anbietern?
Wer diese Fragen nicht strukturiert beantworten kann, improvisiert im Ernstfall. Und bei Daten ist Improvisation keine belastbare Strategie.
Ohne Verantwortung bleibt Souveränität Theorie
Architektur allein schafft noch keine Souveränität. Sie braucht eine Organisation, die Verantwortung übernimmt. Zur Beantwortung der Frage "Wer trägt Verantwortung für Datenzugang und -nutzung?" treffen sich technische, strategische und regulatorische Anforderungen. Rollen wie Data Owner, Data Steward oder Governance Boards sind keine Bürokratie, sondern Voraussetzung für Steuerungsfähigkeit.
Und gerade mit neuen regulatorischen Rahmenbedingungen wie dem EU Data Act wird deutlich: Datenzugang und Datentransparenz sind keine freiwillige Disziplin mehr. Regulierung ist nicht der Auslöser für Datensouveränität – sie macht sichtbar, wo sie fehlt. Unternehmen, die ihre Datenlandschaft nicht kennen, können weder Compliance sicherstellen noch neue datenbasierte Geschäftsmodelle entwickeln. Datensouveränität ist daher immer auch Organisationsreife.
Der Ernstfall ist kein Szenario, er ist Ihr Maßstab
Viele Diskussionen über Datensouveränität bleiben oft rein theoretisch. Deshalb stellen wir Kunden und deren Führungsteams drei einfache, aber unbequeme Fragen. Wenn nicht alle drei Fragen mit „Ja“ beantwortet werden können, besteht Handlungsbedarf.
1. Wissen Sie genau wo Ihre geschäftskritischsten Daten gespeichert sind – und unter welcher Architektur?
2. Könnten Sie innerhalb weniger Monate einen Anbieter wechseln, wenn Sie müssten?
3. Gibt es eine dokumentierte Strategie, die Architektur, Speicherort und Organisation integriert betrachtet?
Souveränität bedeutet Wahlfreiheit
Offene Architekturen schaffen nicht nur Unabhängigkeit, sondern konkrete Handlungsoptionen: Sie ermöglichen die schnellere Integration neuer Technologien, bessere Skalierbarkeit von AI-Use-Cases und resilientere Plattformstrategien.
Souveränität schafft Spielraum für Innovation
Wer seine Datenplattform bewusst als Open Lakehouse gestaltet, Verantwortlichkeiten klar regelt und Speicherstrategien dokumentiert, schafft ein Fundament, das Innovation trägt – unabhängig von einzelnen Anbietern oder politischen Entwicklungen.
Datensouveränität ist keine Panikreaktion auf geopolitische Entwicklungen. Sie ist eine strategische Entscheidung für Gestaltungsfreiheit. Wer heute bewusst in offene Architekturen und dokumentierte Speicherstrategien investiert, gewinnt Spielraum - technologisch wie unternehmerisch.
Steffen Vierkorn
Gründer und Geschäftsführer
QUNIS
Jetzt prüfen und Unabhängigkeit für morgen sichern
Datensouveränität lässt sich nicht nachträglich „einbauen“. Sie entsteht durch Architekturprinzipien, organisatorische Klarheit und strategische Priorisierung. Wer heute sagt „Wird schon passen“, überlässt seine Handlungsfähigkeit dem Zufall und hofft, dass es gut geht. Wer bewusst prüft, wie offen, portabel und resilient die eigene Datenlandschaft ist, verschafft sich einen strukturellen Wettbewerbsvorteil.